CleaRTeaching – Umgang mit Radikalisierungsprozessen im schulischen Kontext

Die Erfahrungen aus der Projektlaufzeit des Modellprojekts zeigen, dass der Bedarf bei Lehrer*innen und Schulsozialarbeiter*innen groß ist, wenn es um die Arbeit mit sich bereits radikalisierenden Schüler*innen geht. Auch hat sich gezeigt, dass nur eine phänomenübergreifende Radikalisierungsprävention im schulischen Kontext sinnvoll ist. Zum einen ist dieser Ansatz wichtig um Markierungen von Gruppen zu vermeiden und damit Stigmatisierung vorzubeugen. Zum anderen erleichtert die Bearbeitung aller Extremismen die Vereinbarung von gemeinsamen Zielen, die von allen Akteuren mitgetragen werden.

Auf Basis dieser wichtigen Erkenntnisse setzt sich das Projekt „CleaRTeaching – Umgang mit Radikalisierungsprozessen im schulischen Kontext“ als Ziel Lehrer*innen und Schulsozialarbeiter*innen in einer umfangreichen Weiterbildung zu Clearingbeauftragten auszubilden, die in der Lage sind Radikalisierungsprozesse an ihrer Schule zu erkennen und darauf zu reagieren. Ein wichtiges Ziel hierbei ist es bei den Schüler*innen auf Einstellungsveränderungen hin zu wirken.

Die Weiterbildung ist in acht Module gegliedert und vermittelt neben dem spezifischen Wissen zur Radikalisierungsprävention an der Schule auch Elemente zur Schulentwicklung und vermittelt Beratungskompetenz insbesondere im Bereich der systemischen Beratung. Im Mittelpunkt stehen hierbei insbesondere auch die Schnittstellen zwischen politischer Bildung und Sozialer Arbeit sowie zwischen politischer Bildung und Radikalisierungsprävention. Die Teilnehmenden setzten sich in der Weiterbildung auch mit relevanten juristischen Fragen auseinander und können angeleitet durch die Referierenden begleitend zur Weiterbildung das Clearingverfahren an ihrer Schule implementieren und durchführen.

Die Weiterbildung wird sehr praxisnah konzipiert sein. Die Weiterbildungsinhalte werden anhand von Praxisbeispielen aus dem Projekt „CleaR – Clearingverfahren gegen Radikalisierung“ vermittelt. Es wird auch die Möglichkeit geben eigene Beispiele aus der Praxis zu besprechen und sich mit den Kolleg*innen auszutauschen.

Da die Teilnahme an der Weiterbildung sehr voraussetzungsreich ist und es ausreichender zeitlicher und personeller Ressourcen an den Schulen bedarf, wird es im Vorfeld ein Bewerbungsverfahren sowie Kooperationsgespräche mit den einzelnen Schulen geben.







Projektleitung
Lisa Kiefer
+49 152 341 556 43
lisa.kiefer@die-agb.de

Projektteam
Dr. Michael Kiefer
Jose Semedo
Jan-Hendrik Weinhold-Flum

Projektschulen
Elisabeth-Seibert-Gesamtschule Bonn
Oberstufenzentrum für Informations- und Medizintechnik Berlin

Kooperationsschule
Franz-Jürgens Berufskolleg Düsseldorf (Julia Kaina)